Dresden, 27.03.2010
Anlässlich des Equal Pay Days am vergangenen Freitag, 26.
März, 2010, der auf die immer noch bestehenden Entgeltunterschiede zwischen
Männern und Frauen aufmerksam machen soll, erklärte die Vorsitzende der
sächsischen Frauen Union, Ingrid Petzold:
"Mit einem Entgeltunterschied
von 23,2 Prozent zwischen Frauen und Männern ist Deutschland im europäischen
Vergleich unter den Schlusslichtern. Der Aktionstag 'Equal Pay Day' ist ein
mahnender Fingerzeig, der Wirtschaft und Politik endlich zum Handeln aufruft.
Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen hat sich 2010 gegenüber dem
Vorjahr nicht verkleinert. Auch wenn in Sachsen der Unterschied 'nur' bei etwa
acht Prozent liegt, darf das so nicht bleiben. Wir fordern gleichen Lohn für
gleichwertige Arbeit!"
Bei
einem Treffen mit Expertinnen und Experten aus Politik und Wirtschaft hat der
Bundesvorstand der Frauen Union der CDU, dem auch Ingrid Petzold angehört, erste
konkrete Vorschläge zur Gleichberechtigung beim Entgelt erarbeitet.
Einer dieser Vorschläge empfiehlt die Anwendung des
freiwilligen Lohntestverfahren Logib-D. Entwickelt wurde Logib-D in der Schweiz
und im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
bereits für die Anwendung in Deutschland angepasst. Dahinter verbirgt sich ein beratungsgestütztes Instrument,
mit dessen Hilfe zunächst Entgeltunterschiede "sichtbar" werden und somit die
Grundlage für weitergehende Schritte zum Abbau dieser Unterschiede beim Entgelt
liefern. Logib-D ist kostenfrei. Das Programm kann unkompliziert von der
Internetseite http://www.logib-d.de/ heruntergeladen werden.
Ingrid
Petzold begrüßte den freiwilligen Lohntest, mit dem in der Praxis schon gute
Erfahrungen gemacht wurden und sagte: "Bund, Länder und Kommunen sollten ihrer
Vorbildfunktion nachkommen und Logib-D in ihrem eigenen Verantwortungsbereich
anwenden. Denn Transparenz ist der erste Schritt zur Gleich-Berechtigung beim
Entgelt".
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